Social-Media-Monitoring
Um sich über nahende Krisen, Problemen und dem eigenen Image informieren zu lassen, ist es notwendig, Social-Media-Monitoring zu betreiben. Doch zuerst sollte man sich im Klaren sein, welche Funktionen das Tool bieten sollte.
Angefangen von einer Basisanalyse zur Identifikation von relevanten Plattformen und Themen, über Marktforschung über eigene Marke oder Produkt, bis hin zu qualitative und quantitative Reports zu Marketingmaßnahmen sowie Krisen-Monitoring reicht die Palette.
Für das Monitoring werden permanent bestimmte Quellen nach definierten Keyword-Kombinationen abgesucht, zum Beispiel Marken, wichtige Mitbewerber und strategische Themen wie Marktthemen zu Preis-Leistungs-Verhältnis.
Es gibt natürlich viele kostenlose Tools wie Google Alerts, Google Blog Search oder andere Analyse-Tools die einzelne Bereiche der Recherche unterstützen. Man muss dabei aber alle Quellen täglich nach allen Keyword-Kombinationen absuchen, diese manuell in übersichtliche Reports fassen und wichtige Findings archivieren. Der Aufwand dazu wird somit schnell unverhältnismäßig hoch. Eine Eingrenzung auf bestimmte Sprachen oder Länder ist auch fast nicht möglich und die Gefahr besteht, dass die gewählten Keywords verschiedene Bedeutungen haben.
Spezialisierte Social-Media-Monitoring-Tools übernehmen diese Aufgaben und erleichtern die zeitintensive Arbeit erheblich. Ein gutes Beispiel für den möglichen Gebrauch für KWM könnte das Tool Radian6 sein.
Das Tool kommt aus dem PR-Bereich und die Kernaufgaben konzentrieren sich auf Analyse, Reporting und Verarbeitung auf höchstem Niveau. Die Plattform erfasst in etwa 100 Millionen von Beiträgen jeden Tag, in Foren, Blogs, Microblogs wie Titter, offene Social Networks wie Facebook, Content –Communities wie YouTube oder flickr, Online-Medien und Wikipedia.
Die durch Keywords gesammelten Posts und Beiträge können auf einer Arbeitsfläche zusammengestellt werden. Jedes Widget kann zusätzlichh mit Schlüsselwörtern eingegrenzt werden. Das bietet vor allem sehr viel Flexibilität, aber das heißt auch, dass alle Keywords einzeln für jedes Widget erfasst werden müssen (siehe Abbildung unten).
Vorteile von Radian6:
· Sehr flexibel: mehrere Dashboards mittels Widgets auf einer Arbeitsfläche frei konfigurier- und vergleichbar
· Extrem schnelles Set-up und explorative Arbeitsweise ist möglich: per Klick auf ein Widget erhält man eine Detaildarstellung oder Alert-Mails
· Trackt bereits Google Buzz
· Deckt auch Bild- und Video-Portale ab
· Ausgereifte Workflow-Möglichkeiten (direkte Bearbeitung von Tweets, Blogkommentaren aus Radian6 heraus)
· Hohe Performance
· Eingrenzung nach Sprache und Ländern
· Demografische Informationen, Identifikation von wichtigen Topics
Nachteile von Radian6:
· Influencer können aufgrund des Gesamtprofils und nicht aufgrund von Teilthemen gesucht werden
· Preismodell ist anhand der Anzahl von Posts volumenabhängig
· Historische Daten reichen nur einen Monat zurück, wenn man diese nicht nachträglich hinzufügt
Quellen:
http://www.radian6.com/
http://www.google.at/support/alerts/
http://www.social-media-monitoring.org/